einer

26.05.08, 17:09:57 von klavki

einer
der noch barfuß geht im herzen
der blumen erfindet

einer
der sich hände genäht hat an sein herz
hornhaut hat vom denken

wir hatten uns gesucht und
doch gefunden
am oberen rand der träume
in der demut
der kleineren satzanfänge

unsere nächte
kannten keine ufer
keine straße keine bar
keine parkbank die wir nicht
beschrieenbeweintbelacht haben
kein zuckriges mon-cherí- getue
kein carpe-diem-koksertraum

seinen sohn gefragt
warum springt der ball?
weil er so lieb ist

tockengelegt ist der ort der kindheit
wo das weinen gelernt wurde

was man fühlt bedeutet nur das
freund!
aber gott wohnt nicht in särgen

wir schaffen´s sooft todlos durch den tag zu kommen
ohne uns zu wundern
und so beginnt man zu ahnen
dass der schlüssel zu letzter einfachheit
unendliche nähe ist

mit wie vielen leben rechnen wir?

noch sind wir nicht ganz misslungen
und sollte diese erde sich auflösen
so könnten wir
freund!
der schwerkraft ledig
gleich
weiterfliegen...

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  1. Petto Vivi sagt:
    Ich las deine Texte heute mit dem Vermerk Klavki 1972-2009,DANKE

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