die verschüttete

31.12.08, 19:57:04 von klavki
für d.


es sind steine im mund.

nie gut beraten worden von der hoffnung.
das blutige fleisch muss weitermachen,
weiterschweigen, auf das brett genagelt.
metzger der eigenen erfahrung.

lamm ohne fell, vergraben, verschüttet.
es soll leiser werden.
sich das schweigen einfach aus dem gesicht wischen,
ja, oder die narbe des nachtlieds und blut
steigt auf.

das ich ist ein verzeichnis aus schädelsplittern.
alle sätze sind mitten im tanz erstarrt,
sandsäcke wachsen in den gelenken.

unter dem schlaf liegt etwas, das rettet keiner mehr.
man fürchtet gelächter,
familien in flaschen, ausgetrocknet vom hakenschlagen.

sie sucht die geduld,
durch alles hindurch alles beim namen zu nennen.

jede berührung aber
wäre asche...

Alle Kommentare RSS

  1. sagt:
    ich finde das ist ein gutes Portrait.

    Aber da ist etwas in beinahe all deinen Ausführungen.
    Ein Riss, ein Abgrund, den du nicht zu füllst - aus Absicht oder nicht (das weiß ich nicht). Trotzdem muss ich fragen, nur um der Frage willen (um meines Gewissens willen?): was verschweigst du, nicht vor der Welt, aber vor dir selbst?

    Im Zitat:
    "What is wrong - not with the world - but me"

    Ich denke du tust dir, deinem Leben und wahrscheinlich oft auch anderen Unrecht in der Art und Weise, wie du die Welt betrachtet.
    Was nutzt uns denn ein Funken Wahrheit, der nie zum Feuer wird?

    Das meine ich nicht böse, ich merke nur - mir wird kalt, wenn ich das lese.
  2. sagt:
    ich finde das ist ein gutes Portrait.

    Aber da ist etwas in beinahe all deinen Ausführungen.
    Ein Riss, ein Abgrund, den du nicht füllst - aus Absicht oder nicht (das weiß ich nicht). Trotzdem muss ich fragen, nur um der Frage willen (um meines Gewissens willen?): was verschweigst du, nicht vor der Welt, aber vor dir selbst?

    Ich denke du tust dir, deinem Leben und wahrscheinlich oft auch anderen Unrecht in der Art und Weise, wie du die Welt betrachtet.
    Was nutzt uns denn ein Funken Wahrheit, der nie zum Feuer wird?

    Das meine ich nicht böse, ich merke nur - mir wird kalt, wenn ich das lese.
  3. Anonym sagt:
    freiheit - jetzt erst recht.

    danke, klavki.

    d.
  4. Gutrun Wellmer sagt:
    Für Esther und Oliver

    Ich kann mich an euch erinnern...
    Nicht, die ihr seid,
    nein, die ihr wart.
    Schüchterne Vögel
    seltsam verschlungen
    lockenvereinte Kolibris
    Hand in Hand
    in eurer ganz eigenen Welt.
    Traumverloren...

    Lange her,
    fast schon ein kurzes, atemloses Leben lang
    und doch-
    ich kann mich an euch erinnern...

    Zwei Liebende
    im Wimpernschlag der Welt.
    Goldenes Leuchten vor Anbruch der Nacht.

    Ein Abgesang.
    Sonst nichts.


    ( 9.April 2009, Gutrun Wellmer )

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